Hausaufgabenkonzept

 

1) Grundsätze, Rechtliche Rahmenbedingungen (GSO § 37 Hausaufgaben)
• HA sind so zu stellen, dass sie ohne fremde Hilfe bewältigt werden können.
• HA sollen in einem angemessenen Zeitrahmen erledigt werden können.
• Umfang und Schwierigkeit sind dem Alter und dem individuellen Leistungsvermögen anzupassen
• HA können innerhalb der Klasse unterschiedlich sein (differenzierte HA)
• Zeitlicher Umfang konzentrierten Arbeitens:
1./2. Schuljahr → bis zu 30 Minuten, 3./4. Schuljahr →  bis zu 60 Minuten
• HA werden im Unterricht besprochen.
• HA werden stichprobenartig überprüft.
• Hausaufgabenfrei sind Ferien, Feiertage, Samstage, Sonntage und Brückentage

 

2) Funktionen von Hausaufgaben
Hausaufgaben sollen den Unterricht ergänzen, indem sie die Unterrichtsinhalte vertiefen, weiterentwickeln und vorbereiten.
Sie sollen die Kinder in ihrer Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit fördern, so dass sie in der Lage sind, diese möglichst eigenständig ohne fremde Hilfe zu bewältigen.

 

3) Aufgaben der Beteiligten


a) SchülerInnen
• Notieren der Aufgaben im Hausaufgabenheft
• Genaues Beachten der Aufgabenstellung
• Alle für die Hausaufgaben notwendigen Materialien müssen mitgenommen werden.
• Unaufgefordertes Nachreichen nicht vorgelegter Hausaufgaben am Folgetag


b) LehrerInnen
• Klare, eindeutige und gut durchdachte Formulierungen
• Rechtzeitiges Erteilen der Aufgaben und Eintragen im GTS-Ordner
• Ggf. Differenzierung in Umfang und Anspruch, d.h. HA können innerhalb der Klasse variieren
• Regelmäßige Kontrolle der HA auf Vollständigkeit und punktuelle Kontrolle auf Richtigkeit
• Über vergessene oder unvollständige HA werden die Eltern im HA-Heft des Schülers informiert.
• Absprache der Kollegen untereinander (bzgl. Zeit /Art und Weise)
• Bei GTS-Kindern werden die erledigten HA zur Ansicht mit nach Hause gegeben.

 

c) Eltern
• Sicherung einer angemessenen und störungsfreien Lernumgebung
• Unterstützung der Selbstständigkeit der Kinder
1. Mündliche Klärung der Aufgabenstellung
2. Selbstständiges Arbeiten der Kinder
3. Formale Kontrolle (Vollständigkeit und Sauberkeit)
• Interesse an den HA des Kindes in Form von Zuwendung, Unterstützung vor allem im Sinne des Mutmachens zeigen
• Rückmeldung (über das HA-Heft) bei zeitlicher und/oder inhaltlicher Überforderung/Unterforderung
• Die Eltern erkundigen sich bei Fehlzeiten bei Mitschülern nach den Hausaufgaben.
• Eltern (auch Eltern der GTS-Schüler) sorgen dafür, dass mündliche Aufgaben wie tägliches Lesen, Kopfrechnen, 1x1, Informationen sammeln, … durchgeführt werden können.
• Eltern zeichnen wöchentlich das Hausaufgabenheft ab.

 

4) Absprachen in unserer Schule
• Der Mittwoch ist hausaufgabenfrei.


5) Lernzeit
• Betreuungsschlüssel: 1 Lehrkraft und 1-2 außerschulische Mitarbeiter
• Anwesenheitsliste mit Notfallnummern
• Lernzeitmappe: Regeln und Rituale, Abzeichnen der HA, Liste über Disziplinarmaßnahmen, Hausaufgabendokumentationsblatt, AG-Übersicht, GTS-Gutschein (siehe Anlagen)
• feste Sitzordnung wird in der ersten Woche festgelegt Einzelplätze
• Ablauf der Lernzeit
→  HA-Heft bereitlegen
→  Silencium (mind. 10 Minuten absolute Stille) zu Beginn der Lernzeit
(Während dieser Zeit gehen die Betreuer durch die Klasse und können die Kinder durch Zeigen auf evtl. Fehler aufmerksam machen)
     → anschließend stilles Arbeiten am Platz
     → stumme Wortmeldung bei Fragen
    →  lautes Lesen/Fragen von längerer Dauer können auf dem Flur
 erledigt werden
    →  Organisation der HA-Kontrolle erfolgt einheitlich auf der jeweiligen
 Klassenstufe
    →  Nach Fertigstellung der HA:
    1/2 Beschäftigung im Betreuungsraum (mit mind. 1 Begleitperson)
     3/4: stille Beschäftigung mit bereitgestellten Materialien 

 

6) Formen der Evaluation
• Regelmäßiger Gesprächsaustausch zwischen SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern über Umfang und Qualität der Hausaufgaben etc.
• Gespräche mit KollegInnen (Mitteilung von Auffälligkeiten)
• Regelmäßige Thematisierung in Gesamtkonferenzen
• Einholung von Feedback in SEB-Sitzungen